Beschreibung Steinobst

Als Steinobst werden Obstsorten bezeichnet, die einen harten Kern haben, der von einem weichen, meist süßen Fruchtfleisch umgeben wird. Es gibt Steinobst mit essbarem Fruchtfleisch. Dazu gehören Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Schlehen, Holunder, aber auch Mangos und Oliven. Andere haben einen essbaren „Kern”, wie Mandeln, Kokosnüsse und Pistazien.Der Samen ist der innere Teil des Steins und wird von einer verholzten Hülle eingeschlossen, der ihn vor Beschädigung schützt. Um diese herum ist weiches fleischiges Gewebe, welches bei Kirschen, Aprikosen etc. den essbaren Teil darstellt.

Der „Stein” unterscheidet diese Früchte von Beeren, die fleischige äußere Fruchtwand (das Fruchtfleisch) von den Nüssen. Vom Kernobst, wie Äpfel und Birnen, unterscheidet es sich durch das oft sehr viel weichere Fruchtfleisch. Zudem beinhaltet beim Steinobst - im Gegensatz zu Kernobst - jede Frucht nur einen Samen.

Kernobst besteht aus einer Art Scheinfrucht, etwa dem Apfel. In der Scheinfrucht befindet sich ein fünfkammriges Kerngehäuse. Botanisch gesehen besteht dieses aus fünf Balgfrüchten. In dem Gehäuse sind die Samen, die Kerne genannt werden.

Die Steinobstfrüchte sind meist an die Verbreitung ihrer Samen durch Tiere angepasst. Kirschen und Holunder werden von Vögeln verbreitet, während Mandeln an eine Verbreitung durch Nagetiere angepasst sind.

Gesundheit

Steinobst ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Die im Fruchtfleisch enthaltenen Zellulosebestandteile stellen Ballaststoffe dar und fördern damit die Verdauung. Das reife Fruchtfleisch ist bei Arten wie Kirschen, Pflaumen etc. sehr süß, hat wenig Kalorien und einen hohen Wassergehalt. Dadurch eignet es sich für Diäten.

Verwendung

Die frischen Früchte können aufgrund des meist sehr weichen Fruchtfleisches nicht lange gelagert werden. Deshalb sollten sie schnell verzehrt werden. Die Erntezeit ist von Mai bis Oktober.

Um sie länger zu nutzen, können die Früchte eingefroren werden. Vor dem Einfrieren sollte der Stein entfernt werden, da er das Fruchtfleisch bitter macht. Besonders reife Früchte sollten zu Marmeladen, Mus, Kompott oder ähnlichem weiterverarbeitet werden.

Da sich das Fruchtfleisch bei Kontakt mit Sauerstoff sehr schnell braun verfärbt, ist es ratsam, etwas Zitronensaft hinzuzufügen, der dies verhindert. Länger lagerbar ist Kernobst, da die Konsistenz des Fruchtfleisches meist fester ist.

Mythos Steinobst und Wasser

Noch heute heißt es manchmal, dass nach dem Verzehr von Steinobst kein Wasser getrunken werden sollte, da dies die Gefahr von Durchfall und Magenverstimmung erhöhen würde. Dieser Mythos stammt aus einer Zeit, zu der die Wasserqualität wesentlich schlechter gewesen ist als heute. Sie veranlasste die Menschen dazu anzunehmen, dass ein Glas Wasser die Anzahl der Keime im Magen, die mit dem Steinobst aufgenommen werden, derart erhöhe, dass sie der Magen nicht mehr bewältigen könne. Zudem würde die Magensäure durch das Wasser so stark verdünnt dass sie uns nicht mehr vor Keimen schützen könne. Heute schließen sich Steinobst und Wasser nicht mehr aus.

Literaturnachweise:

Fruitful Office (2014): „Steinobst hat Saison – Saftig, süß und gut für unsere Zellen“
URL: http://www.fruitfuloffice.de/steinobst-hat-saison [Stand: 01.04.2014]

Information. Medien. Agrar. E.V. (o. J.): „Unser Obst – Welches Obst wächst bei uns?“
URL: http://www.ima-agrar.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/materialien/Obst_Vorderseite_web.pdf [Stand: 01.04.2014]

Lebensmittellexikon (2013): „Steinobst“
URL: http://www.lebensmittellexikon.de/s0000780.php [Stand: 01.04.2014]

Wikipedia (2014): „Steinfrucht“
URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Steinfrucht [Stand: 01.04.2014]