Lokale Obstsorten im Rheinland - vom Aussterben bedroht

Die Biologischen Stationen, so auch die NABU-Naturschutzstation Leverkusen - Köln, bearbeiten derzeit ein Projekt zur Sicherung und Dokumentation lokal vorkommender Streuobstsorten im gesamten Rheinland.

Wie die vom Aussterben betroffenen Haustierrassen sind auch seltene und lokal verbreitete Obstsorten besonders schützens- und erhaltenswert. Ziel des Projektes soll daher der Erhalt von genetischen Ressourcen und alten Kulturgütern sein.

In allen Landesteilen gibt es Obstsorten, von denen oftmals nur noch wenige Altbäume bekannt sind. Die meisten dieser sogenannten Lokalsorten sind nicht mehr über Baumschulen oder die Reisermuttergärten erhältlich. Genau diese Sorten sollen durch Erfassung und Neuveredlung erhalten werden, damit die genetischen Besonderheiten, etwa Robustheit gegenüber Standortwidrigkeiten oder Krankheitserregern, für die Nachwelt und die Fortentwicklung neuer Sorten nicht verloren gehen.

In vielen Bereichen des Rheinlandes fehlen Kenntnisse und insbesondere wissenschaftlich fundierte Aussagen zu noch vorhandenen Standorten von Altbäumen einzelner Sorten und deren Vitalität. Diese Lücke soll mit diesem Projekt beseitigt werden. Für den Bereich Leverkusen und Rheinisch-Bergischer Kreis konnten Lokalsorten wie Bäumchesapfel, Tulpenapfel, Förster Sauer, Schöner aus Burscheid oder Neukirchener Butterbirne ausfindig gemacht werden. Meldungen über die Standorte von Bäumen alter Sorten bitte an die NABU-Naturschutzstation Leverkusen - Köln unter 02171 / 73499-16.

 

Dieses Projekt wird durch den Landschaftsverband Rheinland finanziert.