Paten für alte Obstbäume gesucht

Bei der heutigen Bewirtschaftung ländlicher Gebiete wird leider immer häufiger auf den Erhalt traditioneller Obstwiesen verzichtet. Dabei bilden gerade die alten Bäume eine wichtige Lebensgrundlage für gefährdete Tierarten, wie beispielsweise den Steinkauz. Viele der Bäume sind alte Sorten, die vermutlich verschwinden würden, wenn wir nicht bald die Initiative für unsere „Obstbaum-Rentner“ ergreifen.

Die NABU-Naturschutzstation und die Stadt Leverkusen, Fachbereich Umwelt, bieten ihnen die Möglichkeit, eine Patenschaft für einen unserer knapp 2000 „Greise” anzunehmen und so zum Erhalt alter Obstwiesenbestände in Leverkusen beizutragen. Hierbei darf sich der Pate seinen Patenbaum selbst aussuchen. Eine Patenschaft erstreckt sich über 5 Jahre und kostet insgesamt 400 Euro. So wird durch den jährlichen Beitrag von 80 Euro die Pflege des Baumes gewährleistet. Außerdem erhält der Pate einmal jährlich die Möglichkeit, zusammen mit einem Mitarbeiter der biologischen Station die „Früchte seiner Patenschaft“ zu ernten.

Die alten Bäume erzählen von einer Zeit, in der der Anbau von Obst noch als Lebensgrundlage zur Selbstversorgung diente. Heute sind die Menschen nicht mehr auf eigens angebautes Obst angewiesen. Dadurch werden die alten Sorten, die die Menschen seit Jahrhunderten versorgten, immer häufiger vergessen. Die Natur ist durch den Anbau neuer Züchtungen in groß angelegten Plantagen „überholt“ worden. Umso schöner ist es, sich für den Erhalt alter Sorten im eigenen Landschaftsgebiet einzusetzen und mit seinem eigenen Baum sowohl die Umwelt, als auch ein Stück Geschichte zu erhalten.

Nähre Informationen zum Patenschaftsprojekt für alte Obstbäume erhalten Sie bei der NABU-Naturschutzstation Leverkusen - Köln: 02171 / 73499-16.